Zeitungsartikel

Wochenblatt vom 06.12.2017

Festlich ins Fest

Ein festliches Weihnachtskonzert legt die Stadtmusik Stockach ihren Freunden und Anhängern unter den Weihnachtsbaum. Am Samstag, 23. Dezember, um 20 Uhr werden in der Jahnhalle in Stockach festliche und populäre Stücke erklingen. Stadtmusikdirektor Helmut Hubov, der vor wenigen Wochen sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte, hat ein vielseitiges Programm zusammengestellt.

Der Bogen reicht von bekannten Werken wie der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel über den Finalsatz der Fünften Sinfonie des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch bis zu englischen Weihnachtsliedern. Karten im Kulturzentrum »Altes Forstamt« oder an der Abendkasse. Mehr unter www.musikverein-stockach.de.


Wochenblatt vom 02.11.2017

Stadtmusik sehr amerikanisch

Musiker unter Helmut Hubov mit starker Leistung

Stockach. Mit nur sechs modernen amerikanischen Stücken für sinfonische Blasorchester und einer Zugabe hat die Stadtmusik Stockach unter Leitung von Helmut Hubov ihr Programm für das Herbstkonzert in der Jahnhalle bewältigt. Noch ganz unter dem Eindruck der New York-Reise und des Auftrittes in der Carnegie Hall hat Dirigent Helmut Hubov das überwiegend moderne, zum Teil experimentell anmutende Programm aus der Auswahl der amerikanischen Komponisten Leonhard Bernstein, David Maslanka, Roy D. Magnuson, Morton Gould, Brett Keüper Abigana und Charles Edward Ives getroffen. »Alle Hochachtung vor der Leistung der Musiker. Die machen das als Hobby und hängen sich so rein«. Der Begleiter der Dame ergänzte, dass die Musiker und Musikerinnen für ihre Leistung wirklich bewundert werden sollten: »Und Sie wissen ja, diese moderne, ganz moderne Art der Blasmusik muss nicht jedem und allen gefallen, wie Sie an den vielen leer gebliebenen Plätzen auch gesehen haben«. Während die Empore ziemlich dicht besetzt war, waren im Parkett erstaunlich viele Sitzreihen leer geblieben. Auch der Konzertauftakt mit dem kleinen Bläserensemble von gut 20 Musikern wirkte räumlich etwas verloren, und die Kürze der »Fanfaren zur Amtseinführung von John F. Kennedy« (1961), Leonard Bernsteins (1918–1990) wohl kürzeste Komposition überhaupt, verklang nach acht Takten. Mit dem Saxophonsolisten Fabio Alexandre Monteiro Da Silva allerdings hat Helmut Hubov wieder einen kleinen, glitzernden Diamanten in Stockachs Konzerthalle gebracht. David Maslanka (1943–2017) hatte unter seinen vielen Kompositionen eine für Altsaxophon und Bläserensemble kreiert. Und daraus schuf der Solist zusammen mit dem kleinen Bläserensemble der Stadtmusik einen wahren musikalischen Zaubergarten moderner Melodien.

Tondichtungen und Zwischenspiele aller Tempi und Variationen, voller Dynamik und Ausdruckskraft, heiter und tieftraurig bis zum Tod, voller Lebensfreude und wechselhaft, perlende Melodienläufe, die an Blues und Jazz erinnern oder einfach dahin schreiten wie das Leben selbst. Für seine Tonreinheit, Dynamik, künstlerische Ausdruckskraft und emotionale Wirkung spendeten die Zuhörer begeisterten, langanhaltenden Applaus. Nach der Pause pflanzte der erst 34-jährige Komponist Roy D. Magnuson (geb. 1983), jetzt mit der gesamten Stadtmusik, seine »House Plants In Terrakotta Pots«, Hauspflanzen in Terrakottakübeln. Vom Grundton bis zum Tutti, vom Thema bis zur Durchführung, experimentell und modern. »American Salute« von Martin Gould (1913–1996) wieder schlug amerikanisch heftig mit starken Forti und Fortissimi zu. United States und »Variation on America« von Charles Edward Ives (1874–1954) sind Brüder im Geiste und verherrlichen ihr Land auf schwer verständliche Weise. Der Pathos klingt immer wieder durch - sei es im festlichen Habitus, im weihnachtlich anmutenden Glanz oder in der Reise von den Nord- in die Südstaaten - die amerikanischen Nationalhymne spickelt überall durch. Dazwischen erklang »Vox Populi« (Volkes Stimme) vom 37-jährigen Brett Keüper Abigana (geb.1980), das die Stadtmusik Stockach in New York welturaufführte und jetzt in Stockach europäisch taufte. Gewaltig, teils monströs, dann ruhig und leise, harmonisch und dissonant, zerrissen in der modernen Welt, strahlend und niedergeschlagen. Die Technik und Ausdrucksstärke der Stadtmusik Stockach hat dies alles bewältigt und ließ als Zugabe »City Trees«, Bäume in der Stadt, durch die Straßenschluchten in den Himmel wachsen.

 

von Wilfried Herzog


Südkurier vom 23.10.2017

Musikalische Grüße aus der Carnegie Hall

Die Stockacher Stadtmusik präsentierte ihr "amerikanisches Programm" vor 300 Konzertbesuchern in der Jahnhalle. Das Herbstkonzert war auch eine Erinnerung an den Auftritt der Musiker während der Pfingstferien in New York.

Beim Herbstkonzert mit dem sinfonischen Blasorchester der Stadtmusik wehte ein Hauch von amerikanischem "Way of Life" durch die Jahnhalle. Da war zum einen das Programm mit ausschließlich amerikanischen Komponisten, und zum anderen die noch sehr lebendige Erinnerung an den Auftritt der Musiker in der Carnegie Hall. Selbst die Zugabe nach enthusiastischem Beifall von rund 300 Konzertbe-suchern war nicht einfach nur amerikanisch, denn sie glänzte darüber hinaus mit ihrer ganz speziellen Geschichte. Wie von der durch das Programm führenden Querflötistin Nadine Heinzle zu erfahren war, haben die 80 bestens vorbereiteten Stadtmusikanten sich dieses romantische Stück von Michael Markowski im Rahmen des New Yorker Festivals bei einem Workshop mit dem amerikanischen Dirigenten Brian Worsdale erarbeitet. Das geheimnisvolle, sich von sanftem Miteinander zu fulminantem Tutti steigernde Blätter-Rascheln von "City Trees" (Stadtbäumen) gipfelte zum Abschied in einem kollektiven Schwenken von kleinen amerikanischen Fähnchen. Dass sich die Stockacher Stadtmusik mit ihrem Auftritt in der Carnegie Hall nun in die Galerie von Größen wie George Gershwin oder Frank Sinatra einreihen darf sei großartig, schwärmte Vorstandsmitglied Werner Gaiser in seiner Begrüßungsansprache, mit der er den Vorsitzenden Michael Grüninger vertrat. Gemeinsam habe man mit dem Komponisten Brett Abigana das Stück "Vox Populi" erarbeitet und in der Carnegie Hall welturaufgeführt. Die europäische Uraufführung vollzogen die bestens aufeinander eingespielten Stadtmusiker bravourös beim Herbstkonzert unter dem einfühlsam-präzisen Dirigat von Helmut Hubov. In dem erlebnisreichen, farbigen, stimmungsgeladen aufbegehrenden Stück hatten schon zu Beginn die fünf mitgestaltenden Perkussionisten allerhand zu tun.

Hier kam auch – der von Schreinermeister Thomas Bruggner eigens für die Stadtmusik als Geschenk gebaute Mahler-Hammer zum Einsatz – etwa beim wütenden musikalischen Aufschrei in Richtung Trump-Tower. Als diesjähriger Solist brillierte in der zeitgenössischen "Maslanka-Suite" der aus Portugal stammende Saxophon-Virtuose Fabio da Silva. Unter Mitwirkung von rund 20 der insgesamt 80 Stadtmusiker zauberte er dramaturgisch spannend zarte Melodien von großer Strahlkraft zu romantischen Seelenbildern. Die Zuhörer standen total im Bann des musikalischen Erlebens – schade nur, dass mitten ins andächtige Lauschen hinein lautstark ein Handy klingelte. Ein kollektives Summen, bedrängt von instrumentalen Versatzklängen und Vokalisen warf bei Roy Magnusons heiterem "House Plants in Terracotta Pots" schließlich die Frage nach der Befindlichkeit der in Blumentöpfen gefangenen Zimmerpflanzen auf.

Die USA-Reise

Das aktuelle Programm war Teil des Konzertes im Stern Auditorium der New Yorker Carnegie Hall. Die Stadtmusik war als eines von vier Orchestern ausgewählt worden, die während der Pfingstferien beim jährlichen "Sounds of Summer International Music Festival" auftreten durften. Ergänzt wurde das New Yorker Programm um ein neues Werk von Brett Abigana, das die Stockacher als Weltpremiere aufführten. Seine europäische Erstaufführung erfuhr es beim Konzert in der Jahnhalle. Informationen im Internet: www.musikverein-stockach.de


Wochenblatt vom 24.09.2017

Am Anfang steht die Fanfare

Stadtmusik Stockach präsentiert ihr amerikanisches Repertoire am 22. Oktober

Stockach. Einmal mehr zeigt die Stadtmusik Stockach am 22. Oktober in der Jahnhalle die Vielfalt des amerikanischen Musikrepertoires für Sinfonisches Blasorchester. Im Zentrum des Konzertabends steht das »Concerto for Alto Saxophone and Wind Ensemble« des jüngst verstorbenen Komponisten David Maslanka. Der zuletzt in Montana lebende Maslanka komponierte im Laufe seines Lebens fast 130 Werke. Sein Konzert für Altsaxophon ist inspiriert von spirituellen Themen wie der Schönheit der Schöpfung und mündet im letzten Satz des Werks in die musikalische Illustration der Zukunftsvision des in babylonischer Gefangenschaft lebenden Propheten Hesekiel, der den Tempel in Jerusalem und eine Zukunft in einem fruchtbaren Land imaginiert. Den Solopart bei diesem Werk spielt der junge, im Jahr 1993 geborene, Musiker Fabio da Silva. Der aus Portugal stammende Saxophonist lebt in der Schweiz, wo er auch seine musikalische Ausbildung absolvierte. Als Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und als Gastsolist hat er sich bereits einen guten Namen gemacht. Der Konzertabend beginnt jedoch zuvor mit einem musikalischen Ausrufezeichen, einer Fanfare von Leonard Bernstein. Der Titel »Fanfare for the Inauguration of John F. Kennedy« beschreibt exakt den Anlass der Komposition. Das kurze Stück dirigierte Bernstein am Tag der Amtseinführung von John F. Kennedy im Jahr 1961 höchstpersönlich in Washington. Weit weniger populär, als der von einer Welle der Sympathie ins Amt getragene Kennedy, ist der amtierende Präsident der USA. Und so ist das Werk »Vox Populi« von Brett Abigana als musikalischer Kommentar zum polarisierenden Auftreten von Donald Trump zu verstehen. Mit der Aufführung von »Vox populi« können nun auch die Stockacher Musikfreunde das Werk kennenlernen, welches die Stadtmusik im Rahmen des New Yorker Festival »Sounds of Summer« als Welturaufführung vortragen konnte.

Bei dem Stück »American Salute« des 1996 verstorbenen Komponisten Morton Gould handelt es sich um ein klassisches Arrangement des im Amerikanischen Bürgerkrieg entstandenen und noch heute populären Liedes »When Johnny comes marching home«. Das Lebenswerk von Gould umfasst unter anderem Kompositionen für Orchester, Broadway Musicals und Filmmusiken – beispielsweise auch die Musik zur Fernsehserie »Holocaust«.

Das zweite Teil des Konzerts wird mit dem Werk »House plants in terracotta pots« eröffnet. Atmosphärisch dicht und harmonisch klingt das im Jahr 2015 erstmals aufgeführte kleine Stück, bei dem auch menschliche Laute zum Einsatz kommen. Das Werk stammt von dem jungen Komponist Roy D. Magnuson, der an der Illinois State University lehrt. Spielerisch kommen schließlich die »Variations on America«, des klassischen amerikanischen Komponisten Charles Yves, daher. Er komponierte das Werk bereits im Alter von 17 Jahren für Orgel und bearbeitete dafür die Melodie der englischen Nationalhymne, die zu seiner Zeit unter dem Titel »My Country«. »Tis of Thee« auch als de facto Nationalhymne der USA fungierte. Wem beim Zuhören die Worte »Heil Dir im Siegerkranz« in den Sinn kommen, liegt auch nicht so falsch, da die Melodie zeitweilig als deutsche Kaiserhymne Verwendung fand. Yves variierte die Hymne ohne übertriebene Ehrfurcht in verschiedenen Stilen von Walzer bis Flamenco. Die Besucher des Konzerts erwartet also ein facettenreiches Konzert mit dramatischen, poetischen und humorvollen Elementen – wie immer auf hohem musikalischen Niveau.


Südkurier vom 05.07.2017

Stadtmusik Stockach auf Konzertreise in New York

Stockachs Musikdirektor Helmut Hubov und der berühmte niederländische Komponist Johan A. De Meij feierten mit den Stadtmusikern nach ihrem Auftritt in der Carnegie Hall.

Die Musiker treten in der Carnegie Hall auf, feiern im Irish Pub und bekommen von Brian Worsdale, dem Dirigenten der "Grand Street Community Band" aus New York zwei Werke geschenkt. Erhebende Momente in einem weltberühmten Konzertsaal, Feiern im Irish Pub, ein Piratenauftritt vor dem UNO-Hauptgebäude und ein straffes Besichtigungsprogramm – das war New York. Eine außergewöhnliche Konzertreise liegt hinter der Stadtmusik Stockach, sieben Tage in einer Metropole, eine Welturaufführung in der Carnegie Hall und beim Rückflug zwei neue Werke im Gepäck. "Diese Konzertreise war ein einmaliges Erlebnis", lautet das Fazit der Musiker. So viele Eindrücke prasselten auf sie ein, doch der Auftritt in der Carnegie Hall bildete unbestritten den Höhepunkt der Reise. Die Anspielprobe begann um 15 Uhr am Aufführungstag. "Es war ein besonderes Gefühl, durch den Künstlereingang diese weltberühmte Konzerthalle zu betreten", erinnert sich Michael Schönberger. Und das Betreten der Bühne habe schon etwas Erhebendes an sich gehabt. Dieser traditionsreiche Konzertsaal schuf eine andächtige Stimmung. Hinzu kam eine einmalige Akustik. Musikerin Stefanie Bregenzer beschreibt es so: "Ich habe mich gehört, meine Nachbarn gehört, alle Register – das Musizieren hat so viel Freude bereitet." Vier Orchester traten beim "Sounds of Summer-Festival" auf: die Yolo Community Band, das Owensboro Symphony Youth Orchestra, die Stadtmusik Stockach sowie The Grand Street Community Band mit ihrem Dirigenten Brian Worsdale. Drei Werke, die die Stockacher zur Aufführung brachten, kennen die Besucher des Frühjahrskonzerts 2017. Mit "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauß eröffneten die Stadtmusiker ihren Auftritt. "Der Traum des Oenghus" von Rolf Rudin folgte und bildete den Höhepunkt. "Vox Populi", komponiert von Brett Abigaña, dessen Welturaufführung nun in der Carnegie Hall erfolgte, wird beim Herbstkonzert der Stadtmusik zu hören sein. Abschließend erklang die europäische Hymne, die "Ode an die Freude" von Ludwig van Beethoven.

Komponisten begleiten die Musiker

Zwei Tage zuvor hatte man das Programm für das Konzert im Ballsaal des Hotels geprobt. Brett Abigaña, der Komponist des Auftragswerks "Vox Populi", das die Stadtmusik im Konzert uraufführen wollte, war anwesend und vermittelte den letzten Feinschliff. Ärgerlich für alle war, dass weder in der Probe noch für die Aufführung ein sogenannter Mahler-Hammer bereitgestellt werden konnte. Obwohl sich der Komponist persönlich kümmerte, fehlte, anders als in den Proben in Stockach, das große "Wumm" beim Konzert. Ebenfalls bei der Probe anwesend war Brian Worsdale, der Dirigent der "Grand Street Community Band" von New York, der mit der Stadtmusik die Werke "City Trees" und "Saturn Returns" von Michael Markowski probte und diese der Stadtmusik schenkte.

Ein weiterer, berühmter Dirigent und Komponist wohnte dem Konzert in der Carnegie Hall bei: der niederländische Komponist, Musiker und Dirigent Johan de Meij. Mit Stockachs Musikdirektor Helmut Hubov befreundet, schloss er sich den Stockachern an, als diese nach der Anspannung und vielen Emotionen im Irish Pub auf der 7th Avenue feierten. Auch Bürgermeister Rainer Stolz und seine Frau Katja, Brett Abigaña und Brian Worsdale mit Orchestermitgliedern der "Grand Street Community Band" feierten ausgelassen mit. "Es wurde gesungen, englische und deutsche Lieder, und die Stimmung war prächtig", erinnert sich Stolz. Nach einer kurzen Nacht stand schon der nächste Programmpunkt auf der Tagesordnung, ein kurzer Auftritt bei den Vereinten Nation in der traditionellen Uniform. Diese war übrigens nicht jedem geheuer. So wollte doch ein kleiner Junge partout nicht der Aufforderung seines Vaters folgen, sich mit Orchestermitgliedern fotografieren zu lassen. Wegen ihres markanten Hutes hielt er die Stockacher für Piraten. Ansonsten war das deutsche Blasorchester in Tracht ein Motiv vieler vor allem asiatischer Touristen. Einen dritten musikalischen Auftritt hatte die Stadtmusik im Liberty Science Center in New Jersey, das danach noch besichtigt werden durfte. Schon am ersten Tag hatten die Stockacher auf der Aussichtsplattform des Rockefeller Centers gestanden und den grandiosen Blick auf die Metropole genossen. Zu Fuß, mit dem Bus und der U-Bahn gelangten sie in den nächsten Tagen zu den Bauwerken New Yorks, die man gesehen haben muss. Anstrengende Tage waren es, Tage in einer Weltstadt, übervoll mit Menschen und Fahrzeugen, mit ihren klimatisierten Räumen, Geschäften und Bussen, und mit so viel Flair und Ausstrahlung. "Und keiner ging verloren", konnte Jürgen Schramm, stellvertretender Vorsitzender und mit Günter Velten maßgeblich an der Organisation beteiligt, zufrieden feststellen. Eben: "Diese Konzertreise war ein einmaliges Erlebnis!"

Zur Reise

68 Stadtmusiker waren mit ihrem Dirigenten Helmut Hubov in New York, um beim "New York Sounds of Summer International Music Festival" in der Carnegie Hall aufzutreten. Dieser Auftritt, die Unterbringung im schräg gegenüber des Konzerthauses gelegenen Park Central Hotels und der Transfer vom Flughafen wurde von "World Project" organisiert, die weiteren Auftritte, Explorer-Pass für die Besichtigungen und Flüge von den Stadtmusikern.

 

von Cornelia Giebler


Wochenblatt vom 02.07.2017

Mit Badenern des Jahres

Stockacher Sommerabend mit Überraschungen

Stockach. Sommerabende gibt es viele. Doch dieser hier ist besonders. Am Freitag, 14. Juli, wird der Gustav-Hammer-Platz zum Festplatz und Gastgeber für den zehnten Stockacher Sommerabend. Ab 18.30 Uhr spielen zunächst das Jugendblasorchester und danach die Band »4GoodTimes« schmissig auf. Und ein Highlight wird es zudem geben: Das Narrengericht Stockach wird zum »Badener des Jahres« gekürt. Eigentlich besteht das hohe, grobgünstige Kollegium um Narrenrichter Jürgen Koterzyna ja aus vielen Badenern - aber das spielt wohl keine Rolle. Die Jahresversammlung des »Bundes Freiheit statt Baden-Württemberg« in Karlsruhe hat die Vergabe dieser Auszeichnung an die Stockacher Narren beschlossen, und das Narrengericht möchte sie annehmen. »Die Badener zeichnen das Narrengericht dafür aus, dass die Gerichtsnarren seit Jahrhunderten das Leben und die Gerichtsbarkeit nicht allzu ernst nehmen«, teilt Kulturamtsleiter Stefan Keil im Pressetext mit. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Stockacher Sommerabends verliehen.

Ergänzend zu der Zeremonie treten das Jugendblasorchester Stockach und die Musiker der Band »4GoodTimes« auf. Sie spielen in der Besetzung Gitarre, Bass, Keyboard, Saxophon, Schlagzeug und Gesang Hits aus vier Jahrzehnten. Mit dabei sind Oldies, Pop, Schlager, Beat und Rock‘n‘Roll, die zum Mitsingen, Tanzen und Genießen einladen. Eine bunte Mischung aus Musik, Unterhaltung und Bewirtung verspricht Stefan Keil bei dieser Veranstaltung, die das Kulturamt zusammen mit der Stadtmusik organisiert. Der Eintritt zum zehnten Stockacher Sommerabend am Freitag, 14. Juli, ab 18.30 Uhr auf dem Gustav-Hammer-Platz in der Oberstadt ist frei. Der Platz wird ab dem Nachmittag für den Verkehr gesperrt. Die Bewirtung übernimmt der Musikverein Stockach.


Wochenblatt vom 29.06.2017

Starke Stadtmusik

Stockachs Vorzeigeensemble unter Helmut Hubov erobert New York

Stockach. Die Stadtmusik Stockach hatte einen besonderen Auftritt in der Carnegie Hall in New York. Dabei wurde auch ein eigens für diesen Anlass komponiertes Stück zur Welturaufführung gebracht - »Vox populi«, also »Volkes Stimme«. Michael Schönberger als Mitglied der Stadtmusik hat dazu folgenden Pressebericht verfasst: »Am 9. Juni war es endlich soweit, die Stadtmusik Stockach brach in der Nacht zum 10. Juni nach New York auf. Nach reibungslosem Flug und Transfer wurde die Unterkunft im Park Central Hotel, schräg gegenüber der Carnegie Hall, bezogen. Ein erstes Highlight an diesem Samstag war bereits der gemeinsame Besuch der Aussichtsplattform des Rockefeller Centers, was einen ersten grandiosen Eindruck dieser Metropole vermittelt hat. Am frühen Sonntag Morgen wurde geprobt, natürlich das Programm für das Konzert in der Carnegie Hall. Brett Abigaña, der Komponist des Auftragswerks »Vox Populi«, das die Stadtmusik die Ehre hatte, als Welturaufführung im Konzert darbieten zu dürfen, war anwesend und hat noch den letzten Feinschliff vermittelt. Ebenfalls anwesend war Brian Worsdale, der Dirigent der »Grand Street Community Band« von New York, der mit der Stadtmusik die Werke »City Trees« und »Saturn Returns« von Michael Markowski probte und diese der Stadtmusik geschenkt hat. Am nächsten Tag stand ein kurzer Auftritt im Liberty Sciecne Center in New Jersey auf dem Programm, das danach noch besichtigt werden durfte. Die Anspielprobe für unser Konzert in der Carnegie Hall am 13. Juni fand um 15 Uhr statt. Es war bereits ein besonderes Gefühl durch den Künstlereingang diese weltberühmte Konzerthalle zu betreten, das Betreten der Bühne hatte dann schon etwas Erhebendes an sich.

Die Zeit bis zum Konzert verging irgendwie und dann war es soweit. Der Konzertablauf war eigentlich wie gewohnt und doch war das Konzert außergewöhnlich. Vielleicht wegen des Namens der Halle und der Künstler, die dort aufgetreten sind, vielleicht wegen der einmaligen Akustik, vielleicht wegen der würdigen Atmosphäre, auf alle Fälle war es unvergesslicher Auftritt. Danach haben sich die ganzen Spannungen und Emotionen im Irish Pub auf der 7th Avenue entladen, in dem bis in die frühen Morgenstunden nebst Orchester und Dirigent Helmut Hubov, auch Bürgermeister Rainer Stolz, der Komponist Brett Abigaña, der bekannte Komponist Johan de Meji und Brian Worsdale mit Orchestermitgliedern der „Grand Street Community Band“ ausgelassen gefeiert haben. Nach einem „behutsamen“ Start in den nächsten Tag stand auch schon der nächste Programmpunkt auf der Tagesordnung, ein kurzer Auftritt bei den Vereinten Nation in der traditionellen Uniform. Die war übrigens nicht jedem geheuer, so wollte doch ein kleiner Junge partout nicht der Aufforderung seines Vaters folgen, sich mit Orchestermitgliedern fotografieren zu lassen, da er diese wohl wegen des markanten Hutes für Piraten hielt. Der Rest des Tages stand wie der darauffolgende Tag und der Freitag Morgen zur freien Verfügung und am Freitag Abend ging es dann auch schon wieder zurück nach Stockach. Auch dieser Teil der Reise ging aufgrund der hervorragenden Organisation reibungslos von statten und die Stadtmusik ist müde aber glücklich und wohlbehalten wieder am Probenlokal in Stockach angelandet. Diese Konzertreise war ein einmaliges Erlebnis!


Südkurier vom 09.06.2017

Zwei Schläge

Welturaufführung am 13. Juni in New York: Die Stadtmusik Stockach spielt "Vox populi" und holt zum richtigen Schlag aus. Hammer – findet SÜDKURIER-Redakteurin Simone Ise

Kennen Sie den Mahler-Hammer? Das ist ein Holzhammer, der auf eine Resonanzkiste geschlagen wird. Dieser Schlag spielt eine zentrale Rolle im Finale der 6. Sinfonie von Gustav Mahler. Der Komponist, der die 6. Sinfonie zwischen 1903 und 1904 größtenteils in Wien schrieb, war nämlich sehr experimentierfreudig mit neuen Instrumenten und Klangfarben. Das muss nun auch das Ensemble der Stadtmusik Stockach sein. Beim Studium der Partitur des Werkes "Vox populi", das die Musiker am 13. Juni in der legendären Carnegie Hall in New York uraufführen werden, entdeckten sie mit ihrem Dirigenten Helmut Hubov, dass bei dem Werk des Amerikaners Brett Abigana ebenfalls der sogenannte Mahler-Hammer zum Einsatz kommt.

Nur stand ihnen dieses ungewöhnliche Objekt leider nicht zur Verfügung. Der Stockacher Schreiner Thomas Bruggner erklärte sich jedoch sofort bereit, einen Holzhammer und eine Resonanzkiste anzufertigen und der Stadtmusik kostenlos zur Verfügung zu stellen. Inzwischen wird der sogenannte Mahler-Hammer bei den Proben von "Vox Populi" auch eingesetzt. Die zwei entscheidenden Schläge bei der Welturaufführung in New York werden Alina Hubenschmid und Luca Dobrunz ausführen. Axthieb genau, so wie es einst Gustav Mahler anwies. Hammer!

 

von Simone Ise


Wochenblatt vom 07.06.2017

Trump-Bashing mitten in Manhattan

Stadtmusik unter Helmut Hubov in der Carnegie Hall in New York

Stockach. Klingt richtig nobel, diese Liste der Orchester: Yolo Community Band, Owensboro Symphony Youth Orchestra, The Grand Street Community Band, Stadtmusik Stockach. Unter den Auftretenden im Rahmen des »Sounds of Summer International Music Festival« am Dienstag, 13. Juni, ist als einzige nicht-europäische Formation Stockachs Vorzeigeensemble unter Helmut Hubov aufgeführt, um im Stern-Auditorium der Carnegie Hall, dem legendären Musentempel mitten in Manhattan zwischen siebter Avenue und 57. Straße, für den guten Ton zu sorgen. Am Samstag, 10. Juni, werden 70 Musiker mit Dirigent in Zürich in den Flieger steigen, am Samstag, 17. Juni, werden sie von New York zurückerwartet. Die »Esta«, die elektronische Genehmigung für die visafreie Einreise in die USA, wurde en bloc für fast alle Mitreisenden gemacht, erklärt Helmut Hubov auf Nachfrage, und die Instrumente samt Schlagzeug werden mit an Bord des Fliegers sein. Der Kontrabass nicht - der wird vor Ort gestellt. Es sei seine erste Reise in die USA, so Helmut Hubov, der eine »gewisse Anspannung« fühlt und in den letzten Wochen in Stockach ausschließlich mit den Mitreisenden probte. Der Auftritt sei eine große Ehre, meint er, denn in der Carnegie Hall dürfen beim »Sounds of Summer«-Festival maximal vier ausgewählte Musikensembles auftreten, und die Stadtmusik hatte sich mit Tapes, Musikmitschnitten und weiteren Infos beworben. Nachdem das Orchester seit Jahren auf sehr hohem Niveau spiele, sei etwas Außergewöhnliches angestrebt worden, erläutert der Dirigent, der in der Carnegie Hall stilecht Smoking tragen wird. Das Ensemble spielt in festlichem Schwarz. Für weitere Auftritte, möglicherweise auch in der deutschen Botschaft, werden zudem die Uniformen im Handgepäck mitgenommen. Und im ideellen Gepäck reist ein großes Maß an musikalischem Können mit. Die Stadtmusik wird in New York auch das Stück »Vox Populi«, »Volkes Stimme« also, des US-amerikanischen Komponisten Brett Abigana zu Gehör bringen. Eine Welturaufführung, modern, zeitgenössisch, temperamentvoll, mit Schwung und Aussagekraft. Das etwa fünf Minuten lange Werk ist nach Angaben von Helmut Hubov eine kritische Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump, und es sind Hymnen und Passagen eingearbeitet, die jenen Volksgruppen zugeordnet werden können, die sich durch die aktuelle Weltlage am stärksten bedroht fühlen können. Die Festivalleitung von »Sounds of Summer« hat das Stück, wie jedes Jahr im Vorfeld der Veranstaltung, in Auftrag gegeben und die Stadtmusik für die Präsentation ausgewählt.

Brett Abigana ist Dirigent, Dozent, Komponist, Lehrender an der Boston University Academy, hat einen Master-Titel der Juilliard School und einen Doktortitel von der Boston University. »Vox Populi« als Premiere ist das Herzstück des New Yorker Auftritts der Stadtmusik Stockach, der von »Also sprach Zarathustra«, bekannt aus Stanley Kubricks Streifen »2001: Odyssee im Weltraum«, und der »Ode an die Freude« von Friedrich Schiller und Ludwig von Beethoven als europäischer Hymne umrahmt wird. Als moderner Aufsatz wird »Der Traum des Oenghus« erklingen, das der deutsche Komponist Rolf Rudin geschaffen hat. Angeregt von einer irischen Sage, in der sich Oenghus, der Gott der Liebe, Jugend und Poesie, in ein Mädchen aus seinen Träumen verliebt und sie jahrelang voller Vertrauen auf sein Traumgesicht sucht. Diese Stücke hat die Stadtmusik bereits bei ihrem Frühlingskonzert in der Jahnhalle zu Gehör gebracht. Außerdem werden die deutsche und die US-amerikanische Nationalhymne geübt und einstudiert, um für Nachfragen gerüstet zu sein. So lässt die Stadtmusik das sternenbesetzte Banner im Namen von Einigkeit und Recht und Freiheit wehen. Für Helmut Hubov ist der Auftritt in New York ein »I-Tüpelchen« seiner Arbeit in Stockach. Weitere Auftritte auch im Central Park sind geplant, Proben und Workshops runden den Aufenthalt in den USA ab. Jeder Musiker des Orchesters sei zur Mitfahrt eingeladen worden, und es hätten sich genug Begeisterte gefunden, um ein spielfähiges Orchester zusammenzubekommen. Bezahlt wird der Trip ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten durch einen Beitrag des Musikvereins, Sponsoren, Spenden und die Stadt Stockach, doch jeder Musiker muss auch einen Eigenanteil stemmen. Und die Stadtmusik Stockach kann mit einer weiteren Besonderheit mit Blick auf ihren Abstecher nach New York aufwarten: Zur Umsetzung von »Vox Populi« wird ein »Mahler-Hammer« benötigt - benannt nach dem Komponisten Gustav Mahler. Dieses Instrument kommt »im Repertoire eines sinfonischen Blasorchesters normalerweise nicht vor«, wird im Pressetext von Michael Schönberger mitgeteilt. Mit Hilfe von Schreiner Thomas Bruggner konnte das Instrument aber angefertigt werden. So bekommt Stockach internationale Aufmerksamkeit: Laut Pressetext wurde der Auftritt im Newsletter des deutschen Konsulats in New York angekündigt und die Nachricht auf der Website der deutschen diplomatischen Vertretungen in den USA veröffentlicht.


Wochenblatt vom 05.06.2017

Ein echter Hammer

Stadtmusik erhält Sonderinstrument für seine USA-Reise

Stockach. Groß war die Freude bei Stadtmusikdirektor Helmut Hubov und dem Ensemble der Stadtmusik Stockach, als sie erfuhren, dass sie von den Veranstaltern des »New York Sounds of Summer International Music Festivals« für eine Welturaufführung ausgewählt wurden. Die Stadtmusik Stockach darf das Werk »Vox Populi«, also »Volkes Stimme«, des US-Amerikaners Brett Abigana in der New Yorker Carnegie Hall aufführen. Groß war laut Pressetext auch das Erstaunen beim Studium der Partitur, denn in ihr der Einsatz eines »Mahler-Hammers« verzeichnet, der im Repertoire eines sinfonischen Blasorchesters normalerweise nicht vorkommt.

Gustav Mahler, ein bedeutender Erneuerer der Musik zwischen Romantik und Moderne, war sehr experimentierfreudig mit neuen Instrumenten und Klangfarben. Der »Mahler-Hammer«, ein Holzhammer, der auf eine Resonanzkiste geschlagen wird, spielt eine zentrale Rolle im Finale seiner Sechsten Sinfonie. Die Beschaffung des seltenen Requisits, so der Pressetext weiter, stellte allerdings keine unlösbare Aufgabe dar: Der Schreiner Thomas Bruggner erklärte sich sofort bereit, das ungewöhnliche Objekt zu fertigen und der Stadtmusik kostenlos zur Verfügung zu stellen. Inzwischen wird es bereits bei den Proben von »Vox Populi« eingesetzt.


Südkurier vom 22.05.2017

Proben vor dem Abflug: Stadtmusik spielt in New York ein zeitgenössisches Werk

Der große Tag rückt näher, bei den Proben wird an den Feinheiten geschliffen: In wenigen Wochen spielt die Stadtmusik Stockach die Welturaufführung des Stückes "Vox Populi" von Brett Keüper Abigana – in der legendären Carnegie Hall New York. Sechs Proben noch, dann ist Abflug! Vom Zürcher und Frankfurter Flughafen werden die Stadtmusiker Richtung New York starten, zum großen Auftritt in der Carnegie Hall. Mit im Gepäck sind die Noten für eine Welturaufführung: Der US-Amerikaner Brett Keüper Abigana wurde von den Veranstaltern des "New York Sounds of Summer International Music Festivals" mit der Komposition des Werkes beauftragt. Abgestimmt auf Größe und Besetzung der Stadtmusik Stockach hat Abigana das "Vox Populi" betitelte Stück innerhalb dreier Monate komponiert. Über Mail hatten Stadtmusikdirektor Helmut Hubov und er Kontakt gehalten, beim anstehenden Probenwochende wird der Komponist über Skype dabei sein. Vor der Uraufführung am Dienstag, 13. Juni, gibt es noch einen gemeinsamen Workshop mit dem Komponisten. Vor der ersten Probe hat sich Helmut Hubov einige Stunden in die Partitur eingearbeitet. Ihr hat Abigana eine Erklärung vorangestellt: "Gewöhnlich versuche ich", schreibt der Komponist, "nicht zu viel von meinen eigenen politischen Einstellungen in ein Stück einfließen zu lassen, aber dieses Stück ist anders." Die Präsidentenwahlen, die sich anschließenden Ereignisse hätten ihn sehr verärgert. Deshalb klinge das Werk so. Um "Vox Populi" so klingen zu lassen, wie es möglicherweise der Komponist beabsichtigt hat, braucht es noch Probenarbeit. Die Töne sitzen, bis auf wenige Stellen. "Die müssen wir im Auge behalten", notiert sich Hubov. Die unterschiedlichen Tempi, Taktwechsel, aufeinanderprallenden Sechzehntel- und Triolenläufe müssen im 67-köpfigen Orchester exakt abgestimmt werden. "Da-ga-da-ga-di" gibt Hubov das Tempo vor. "Ihr müsst innerlich den Achtelpuls fühlen!" Doch vor allem über die Dynamik wird sich das Stück erschließen.

Sie wird den vielen Klangfarben Struktur geben, hervorheben, was im Augenblick im Vordergrund stehen soll. Vielleicht sind dann auch die von Abigana angesprochenen "Bezüge und Zitate verschiedener Hymnen" zu erkennen. "Jetzt wäre es schön, den Komponisten dabei zu haben", stellt Hubov fest. Doch auch schon beim ersten Durchgang hört man die komponierte Wut und teilweise Verzweiflung. Der wuchtige Einsatz der großen Trommel und Pauken, vor allem des "Mahler Hammers", das tiefe Blech, das die Dramatik unterstreicht, hinzu kommen Holzbläser, in flirrenden, dissonanten Läufen – sind das die Stimmen des Volkes, die heftig durcheinander reden? Der Einsatz des Mahler Hammers, einer Resonanzkiste aus Holz mit einem riesigen Holzhammer, von der Schreinerei Bruggner extra gefertigt, stellt eine Verbindung zu Mahlers 6. Sinfonie dar. Sie gilt als sein persönlichstes Werk, emotional, dramatisch und im Hinblick auf den Ersten Weltkrieg prophetisch. Erst mit dem Einsatz der Trompeten kommen "harmonischere Klänge", zum Ende schimmert mit den Posaunen Hoffnung auf. Nach fast fünf Minuten ist der letzte Ton verklungen: noch sechs Proben... Zwei große Auftritte In der Carnegie Hall führt die Stadtmusik "Der Traum des Oenghus" von Rolf Rudin und "Vox Populi" auf. Einen Tag später wird das Orchester auf der Terrasse des UN-Gebäudes ein 45-minütiges Konzert geben, in Uniform und mit konzertanter Blasmusik. "Wir wollen Werbung für Deutschland machen", betont Jürgen Schramm, zweiter Vorsitzender der Stadtmusik und für die USA-Reise zuständig.

 

von Cornelia Giebler


Wochenblatt vom 17.05.2017

Der erste Biss in den »Big Apple«

Stadtmusik Stockach überzeugt bei Frühjahrskonzert in der Jahnhalle

Stockach. Wenn die Musiker bei der Generalprobe patzen, wird aus der Premiere nichts, so ein Aberglaube unter Künstlern. Glücklicherweise gab es also zwei, drei kleine Patzerchen beim Frühjahrskonzert der Stadtmusik Stockach, die Musikdirektor Helmut Hubov verschmitzt weglächelte und damit die Generalprobenmystik bestätigte. Somit kann beim Auftritt am Dienstag, 13. Juni, in der Carnegie Hall in New York, dem »Big Apple«, nur alles glatt gehen. Das Programm des teilweise sehr guten, teilweise hervorragenden Konzerts war klug zusammengestellt, auf Wirkung der Gegensätze in den Stilrichtungen und Entstehungszeiten ausgerichtet und ließ eindrucksvoll das musikalische Können der Akteure erstrahlen. Gewohnt prägnant moderierte Nadine Heinzle die Stücke an und gab Fakten zu Komponisten und Inhalten. »Also sprach Zarathustra« von Richard Strauss (1864–1949), arrangiert für Blasmusik von R. Seifert, sprach mit seiner Eröffnungsfanfare dem Publikum strahlend und jubilierend unter Trompeten und Trommelklängen aus dem Herzen. Das Stück aus der Mittelstufe zum Anwärmen führte zum »Marsch aus den Symphonischen Metamorphosen« über Themen von Carl Maria von Weber, komponiert von Paul Hindemith (1895–1963), arrangiert von Keith Wilson. Dieses Stück aus der Höchststufe Fünf schuf eine dichte Atmosphäre mit gewaltigem Volumen und bleibendem künstlerischen Ausdruck.

Natürlich fand Helmut Hubov eine Steigerung. Nicht im Schwierigkeitsgrad, denn »Der Traum des Oenghus« von Rolf Rudin (1961) gehört in die Oberstufe. Was aber der Komponist in der musikalischen Umsetzung einer irischen Sage den Musikern abverlangt, ist gigantisch - vor allem in der künstlerischen Ausdruckskraft, den Fähigkeiten des ganzen Orchesters im Zusammenklang, im Miteinander von Solisten, dem gesamten Klangkörper und den einzelnen Registern wie Klarinetten, überhaupt Holz, schwerem und leichtem Blech und der ganzen Rhythmusgruppe. Und die gespannte Stille vor dem Applaus sprach ganze Notenbände. Da klingt die »Ode an die Freude«, die europäische Hymne aus der Mittelstufe, entspannend. Verstärkt mit Keyboard und E-Bass sprach Zarathustra im modernen Arrangement von Winfried Möller jazzig die unterschiedlichsten Tonwelten an. Mit der »Mozart Pop Symphony« des japanischen zeitgenössischen Komponisten Toshihiko Sahashi hielten die Musiker wie zuvor das Level der Oberstufe ein. Und dann übertrafen sich Dirigent und Musiker gemeinsam in »Ethnominimal« des zyprischen Jungkomponisten Marios Stylianou (1986). Im ungewohnten Sieben-Achtel-Takt, experimentell, fremd anmutend, diszipliniert, ausdrucksstark und voller Energie, meisterten sie das Stück.

 

von Wilfried Herzog


Südkurier vom 14.05.2017

Frühlingskonzert als geglückter Probelauf für New York

Die Stadtmusik begeistert mit ihrem Frühlingskonzert 500 Konzertbesucher in der Jahnhalle. An Pfingsten reist das Orchester nach New York und spielt in der Carnegie Hall.

Hochexpressive Klangkunst auf hohem Niveau bot die von Musikdirektor Helmut Hubov mit sensibler Präzision geführte Stadtmusik Stockach mit ihrem Frühjahrskonzert in der gut besuchten Jahnhalle. Das Programm war ausgewogen konzipiert und passend zum anstehenden Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall gestaltet. Denn was die rund 500 Konzertbesucher in der Jahnhalle begeisterte, wird an Pfingsten auch in der Carnegie Hall geboten. "Vom 10. bis zum 17. Juni fliegen wir nach New York" wurde aus den Reihen der 80 Stadtmusikanten verkündet. "Für uns Musiker ist es das große Ereignis, dort spielen zu dürfen", erläuterte Susanne Roggendorf, die als zweite Fagottistin als studierte Orchestermusikerin zum Dauer-Aushilfsstamm der Stadtmusik zählt. Dass die Stockacher Stadtmusik eines der besten Blasorchester in Baden-Württemberg ist, hat sich bei diesem mit viel Inspiration und Können gestalteten Frühjahrskonzert bestätigt. "Auch ich werde mit meiner Frau zusammen mit der Stadtkapelle nach Amerika reisen", verkündete Bürgermeister Rainer Stolz vor den Zugaben und enthusiastischem Beifall. "Das sind alles Könner, mit Helmut an der Spitze", lobte der Bürgermeister "die Spitzenleistung" und die "transportierten Emotionen" seines städtischen Klangapparates.

Amerikanisches Flair verströmten neben der Musik auch die auf den Tischen verteilten Popcorn-Schälchen mit amerikanischen Sternenbannern. Einen musikalischen Hörgenuss par excellence servierten die extrem differenziert wie präzise spielenden Musiker mit anspruchsvollen Werken wie der Eröffnungsfanfare aus "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss, einem faszinierend differenzierten Werk mit vielen Stimmungsumschwüngen sowie aufwühlenden wie abstrusen Klangwirkungen. In der klassischen Version der Tondichtung widmet sich der Komponist dem freien, seinem eigenen Gesetz untertanen Menschen, wie er sich mit den naturgegebenen Bedingungen auseinandersetzt. 

Für die jazzige, von Winfried Möller arrangierte Version wechselte der Kontrabassist zum E-Bass, und der swingende Sound des Orchesters wurde durch ein Piano erweitert. Das heroische Klassische bildete hier das Fundament, und über mitreißendem Swing strahlten Trompete und Posaunensoli. Fast körperlich greifbar waren beim polyphonen Marsch der "Symphonischen Metamorphosen" die Instrumentalgruppen gegeneinandergesetzt. Das dramaturgisch spannend gestaltete Werk faszinierte mit immer wieder neuen technischen und musikalischen Überraschungen. Wohliges Gänsehaut-Feeling erzeugten die Interpreten mit dem irischen "Traum des Oenghus". Hauchzart anschwellendes und wieder leise verebbendes Schlagwerk, ein glockenartiges Motiv und eine pendelnde, in sich schwebende Klangfläche zauberten den Charakter des geheimnisvollen Traums. Nach beseeltem Flötensolo führte rasanter Galopp temperamentvoll und aufbäumend wild zum Finale. Zwischen beschwingter "Pop Symphonie" und Sinatra-Medley berührte mit dem zeitgenössischen "Ethnominimal" noch einmal ein großartiges Werk.

Auftritt in der Carnegie Hall

Das aktuelle Programm ist Teil der intensiven Vorbereitung auf das anstehende Konzert im Stern Auditorium der New Yorker Carnegie Hall. Die Stadtmusik wurde als eines von vier Orchestern ausgewählt, die beim jährlichen New York Sounds of Summer International Music Festival auftreten dürfen. Ergänzt wird das New Yorker Programm um ein neues Werk von Brett Abigana, welches die Stockacher dort als Weltpremiere aufführen. Der Musikverein freut sich über finanzielle Unterstützung bei der Konzertreise. Informationen dazu gibt es im Internet: www.musikverein-stockach.de.

 

von Gabi Rieger


Südkurier vom 08.05.2017

Probelauf der Stadtmusik auf dem Weg zur Carnegie Hall

Die Stadtmusik Stockach präsentiert am Samstag, 13 Mai, in der Jahnhalle ihr Frühjahrskonzert. Das Konzert gilt auch als Probelauf für einen Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall. Der SÜDKURIER verlost Karten für das Stockacher Konzert. Dirigent Helmut Hubov hat einmal mehr ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm für das Frühjahrskonzert am Samstag, 13. Mai, 20 Uhr, zusammengestellt. Eingeleitet wird das Konzert mit der 1896 uraufgeführten sinfonischen Dichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, die nicht zuletzt durch die Verwendung in Stanley Kubricks Film "2001: Odyssee im Weltraum" weithin bekannt geworden ist. Mit Winfried Möllers Arrangement für sinfonisches Blasorchester, in das Piano, E-Gitarre und E-Bass einbezogen sind, wird diese Tondichtung als pulsierender Funk-Rock präsentiert. Im Anschluss erklingt der Marsch aus Paul Hindemiths "Symphonische Metamorphosen“ über Themen von Carl Maria von Weber. Dieses große, melodische Klanggemälde, das Hindemith im Exil in den USA komponierte, wurde 1944 uraufgeführt und zählt seitdem zu seinen populärsten Werken. Freunde der keltischen Mythologie werden bei dem Poem "Der Traum des Oenghus" auf ihre Kosten kommen. Der 1961 geborene deutsche Komponist Rolf Rudin hat in dem zweiteiligen Werk eine irische Sage verarbeitet. In ihr erscheint dem Königssohn Oenghus nachts im Traum ein Flöte spielendes Mädchen, in das er sich verliebt. Er begibt sich auf die Suche nach ihr und findet sie schließlich. Die Atmosphäre des Traumhaften drückt sich auch im Klang des Stückes aus. Das Finale von Beethovens neunter Sinfonie – mit Schillers "Ode an die Freude" – ist weltberühmt. Alfred Bösendorfer hat daraus ein kleines Werk für Blasorchester geschaffen. Die „Mozart Pop Symphony“ ist eine beschwingte Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart des japanischen Komponisten Toshihiko Sahashi, dessen Schaffen vor allem in der Filmmusik angesiedelt ist. Das Stück "Ethnominimal" ist ein zeitgenössisches Werk des jungen zypriotischen Komponisten Marios Stylianou. Das rhythmische Werk verschmilzt Einflüsse der orientalischen Musiktradition mit denen der westlichen Minimal Music. Stylianou hat dafür 2015 auf dem Internationalen Kompositionswettbewerb „Coup des Vents“ im französischen Lille den zweiten Preis erhalten. Den Abschluss des Frühjahrskonzerts bildet "Sinatra in Concert" des amerikanischen Komponisten Jerry Nowak, in dem vier Frank-Sinatra-Nummern zu einem swingenden Medley vereinigt wurden.

Für die Stadtmusik ist das neue Programm auch Teil der intensiven Vorbereitung auf das Konzert im Stern Auditorium der New Yorker Carnegie Hall. Sie wurde ausgewählt als eines von vier Orchestern, die beim jährlichen New York Sounds of Summer International Music Festival auftreten dürfen. Ergänzt wird das New Yorker Programm um ein neues Werk des US-Komponisten Brett Abigana, welches als Weltpremiere aufzuführen die Stadtmusik die Ehre hat. Karten für das Konzert im Stockach sind im Vorverkauf (9 Euro, ermäßigt 8 Euro) im Kulturamt sowie an der Abendkasse (10 Euro, ermäßigt 9 Euro) erhältlich. Für das Konzert der Stadtmusik bietet der SÜDKURIER seinen Lesern noch ein besonderes Schmankerl: Wir verlosen fünfmal zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung. Wer zweifachen freien Eintritt in die Jahnhalle haben möchte, der sollte gleich zum Telefonhörer greifen. Unter der Aktionsnummer (01379) 37 05 00 70 (50 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) werden alle Teilnehmer registriert. Nach dem Signalton müssen die Anrufer Namen, Anschrift, Abo-Nummer und das Kennwort "Frühjahrskonzert" nennen. Die Aktion läuft bis Donnerstag, 11. Mai, 10 Uhr. Die Gewinner werden im SÜDKURIER veröffentlicht.

Die Verlosung

Für das Konzert der Stadtmusik bietet der SÜDKURIER seinen Lesern noch ein ganz besonderes Schmankerl: Wir verlosen fünfmal zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung. Wer zweifachen freien Eintritt in die Jahnhalle haben möchte, der sollte gleich zum Telefonhörer greifen. Unter der Aktionsnummer (01379) 37 05 00 70 (50 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) werden alle Teilnehmer registriert. Nach dem Signalton müssen die Anrufer Namen, Anschrift, Abo-Nummer und das Kennwort ,,Frühjahrskonzert" nennen. Die Aktion läuft bis Donnerstag, 11. Mai, 10 Uhr. Die Gewinner werden im SÜDKURIER veröffentlicht.


Wochenblatt vom 01.05.2017

Stockach goes New York

Stadtmusik bereitet sich auf großes Konzert vor

Stockach/New York. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Stadtmusik Stockach zieht alle Register und bereitet sich intensiv auf ihren Auftritt in New York vor. »Vox Populi« wird für die Premiere in New York einstudiert, und laut Pressetext hat Komponist Brett Abigana Noten seines neuen Werks geschickt. Am 13. Juni wird das Ensemble das Stück zu Gehör bringen, das extra für die Stadtmusik und den Auftritt in der Carnegie Hall geschrieben wurde. Der Auftritt der Stadtmusik Stockach im Rahmen des New Yorker Festival »Sounds of Summer« rückt langsam näher, und auch die Vorfreude bei den Musikern wächst. »In diesen Tagen sind die Noten des neuen Musikstücks, das der amerikanische Komponist Brett Abigana für die Stadtmusik Stockach geschrieben hat, eingetroffen«, heißt es im Pressetext. Die Musiker unter Leitung von Stadtmusikdirektor Helmut Hubov haben bereits mit den Proben des Stücks begonnen, welchem Abigana den Titel »Vox Populi«, also Volkes Stimme, gegeben hat. 

Titel und Werk sind, so ist einer Erklärung des Komponisten zu entnehmen, als ein kritischer Kommentar zur Wahl Donald Trumps zu verstehen. Entsprechend temperamentvoll ist der musikalische Ausdruck des Stücks. Eingewoben in die Komposition hat Abigana Zitate von Hymnen derjenigen Personengruppen, die sich, so der Komponist, durch die aktuelle »Weltlage am stärksten bedroht fühlen könnten«. Die Stadtmusik wird »Vox Populi«, eine Auftragskomposition des »Sounds of Summer«-Festivals, am 13. Juni 2017 als Welturaufführung in der Carnegie Hall spielen. Mittlerweile ist auch die amerikanische Öffentlichkeitsarbeit für den Auftritt der Stadtmusik angelaufen. Das deutsche Konsulat in New York hat das Konzert in der Carnegie Hall in ihrem Newsletter angekündigt und die Nachricht auf der Website der deutschen diplomatischen Vertretungen in den USA veröffentlicht


Wochenblatt vom 16.04.2017

Die Musik-Mischung macht's

Stadtmusik gibt dem Frühling eine musikalische Note

Stockach. Die Stadtmusik Stockach unter der Leitung von Helmut Hubov bringt im Programm ihres Frühjahrskonzerts eine vielfältige Mischung beliebter Werke und neuer, überraschender Melodien zu Gehör. Zu den bekannten Stücken zählt zweifelsohne die 1896 uraufgeführte sinfonische Dichtung »Also sprach Zarathustra« von Richard Strauss, die nicht zuletzt durch die Verwendung im Soundtrack von Stanley Kubricks Film »2001: Odyssee im Weltraum« weithin bekannt geworden ist. Die Stadtmusik leitetet ihr Konzert laut Pressetext mit der Eröffnungsfanfare der Tondichtung ein. Auch im weiteren Verlauf des Konzerts wird das Thema wiederaufgenommen. Winfried Möllers Arrangement von »Also sprach Zarathustra« für Sinfonisches Blasorchester bezieht Piano, E-Gitarre und E-Bass mit ein. So entsteht pulsierender Funk-Rock. Als großes, melodisches Klanggemälde kommt dagegen der Marsch aus Paul Hindemiths »Symphonische Metamorphosen« über Themen von Carl Maria von Weber daher. Die »Metamorphosen«, die Hindemith im Exil in den USA komponierte, wurden 1944 uraufgeführt und zählen seitdem zu seinen populärsten Werken, wird im Pressetext mitgeteilt. Karten gibt es im Vorverkauf im Kulturzentrum »Altes Forstamt« in der Salmannsweilerstraße in Stockach unter der Rufnummer 07771/80 23 00 oder tourist-info(at)stockach.de sowie an der Abendkasse. Inspiriert von der keltischen Mythologie ist das zweiteilige Poem »Der Traum des Oenghus« des 1961 geborenen deutschen Komponisten Rolf Rudin. In der zugrundeliegenden irischen Sage erscheint dem Königssohn Oenghus nachts im Traum ein Flöte-spielendes Mädchen, in das er sich verliebt. Er begibt sich auf die Suche nach ihr und findet sie schließlich. Die Atmosphäre des Traumhaften drückt sich auch im Klang des Stückes aus. Das Finale von Beethovens 9. Sinfonie – mit der Vertonung von Schillers »Ode an die Freude« – ist weltberühmt. 

Alfred Bösendorfer hat daraus ein kleines Werk für Blasorchester geschaffen. Der Titel »Mozart Pop Symphony« spricht für sich selbst. Arrangiert wurde die beschwingte Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart vom japanischen Komponisten Toshihiko Sahashi, dessen Schaffen vor allem in Genre der Filmmusik angesiedelt ist, so der Pressetext. Zur Musik der Gegenwart zählt das Stück »Ethnominimal« des jungen zypriotischen Komponisten Marios Stylianou, verrät der Pressetext. Das rhythmische Werk verschmilzt Einflüsse der orientalischen Musiktradition mit denen der westlichen Minimal Music. Stylianou hat für dieses Werk im Jahr 2015 auf dem Internationalen Kompositionswettbewerb »Coup des Vents« im französischen Lille den zweiten Preis erhalten. Den Abschluss des Frühjahrskonzerts bildet das Werk »Sinatra in concert« des amerikanischen Komponisten Jerry Nowak. Es vereinigt vier populäre Frank Sinatra-Nummern zu einem swingenden Medley. Darunter finden sich auch die großen Hits »My way« und »New York, New York«. Die Besucher erwartet wieder eine spannende Reise durch bekannte und neue Klangwelten. Für die Stadtmusik ist das neue Programm nach Angaben des Pressetextes auch Teil der intensiven Vorbereitung auf das Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. Sie wird dort als dort als Botschafterin des deutschen Musikschaffens die Werke von Strauss, Hindemith, Beethoven und Rudin aufführen. Ergänzt wird das New Yorker-Programm um ein neu geschriebenes Werk des US-Komponisten Dr. Brett Abigana, welches die Stadtmusik als Weltpremiere aufführen darf.


Südkurier vom 09.04.2017

Die Stadtmusik Stockach auf dem Weg nach New York

Vor der Reise in die USA gibt es aber noch ein Konzert in der Jahnhalle, Termin ist der 13. Mai

Die Stadtmusik Stockach veranstaltet unter Leitung von Helmut Hubov ein Frühjahrskonzert am Samstag, 13. Mai, um 20 Uhr in der Jahnhalle in Stockach. Dabei wollen die Musiker im Programm ihres Frühjahrskonzerts eine vielfältige Mischung beliebter Werke und neuer, überraschender Melodien präsentieren. Zu den bekannten Stücken zählt die 1896 uraufgeführte sinfonische Dichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, die nicht zuletzt durch die Verwendung im Soundtrack von Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“ bekannt geworden ist. Die Stadtmusik leitetet ihr Konzert mit der Eröffnungsfanfare der Tondichtung ein. Auch im weiteren Verlauf des Konzerts soll das Thema aufgenommen werden. Winfried Möllers Arrangement von „Also sprach Zarathustra“ für Sinfonisches Blasorchester bezieht Piano, E-Gitarre und E-Bass mit ein. So entsteht pulsierender Funk-Rock. Als großes, melodisches Klanggemälde kommt dagegen der Marsch aus Paul Hindemiths „Symphonische Metamorphosen“ über Themen von Carl Maria von Weber daher. Die „Metamorphosen“, die Hindemith im Exil in den USA komponierte, wurden 1944 uraufgeführt und zählen seitdem zu seinen populärsten Werken. Inspiriert von der keltischen Mythologie ist das zweiteilige Poem „Der Traum des Oenghus“ des 1961 geborenen deutschen Komponisten Rolf Rudin. Das Finale von Beethovens 9. Sinfonie – mit der Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“ – ist weltberühmt.

Alfred Bösendorfer hat daraus ein kleines Werk für Blasorchester geschaffen. Der Titel „Mozart Pop Symphony“ spricht für sich selbst. Arrangiert wurde die beschwingte Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart vom japanischen Komponisten Toshihiko Sahashi, dessen Schaffen vor allem in Genre der Filmmusik angesiedelt ist. Zur Musik der Gegenwart zählt das Stück „Ethnominimal“ des jungen zypriotischen Komponisten Marios Stylianou. Das rhythmische Werk verschmilzt Einflüsse der orientalischen Musiktradition mit denen der westlichen Minimalmusik. Den Abschluss des Frühjahrskonzerts bildet das Werk „Sinatra in concert“ des amerikanischen Komponisten Jerry Nowak. Es vereinigt vier populäre Frank Sinatra-Nummern zu einem Medley, darunter finden sich die Hits „My Way“ und „New York, New York“. Für die Stadtmusik ist das neue Programm auch Teil der intensiven Vorbereitung auf das Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. Sie wird dort als Botschafterin des deutschen Musikschaffens die Werke von Strauss, Hindemith, Beethoven und Rudin aufführen. Ergänzt wird das New Yorker-Programm um ein neu geschriebenes Werk des US-Komponisten Brett Abigana, welches die Stadtmusik als Welt¬premiere aufführen darf. Karten für das Konzert im Stockach sind im Kulturamt sowie an der Abendkasse erhältlich.


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