Zeitungsartikel

Südkurier vom 16.06.2018

Stockacher Orchester begeistern in Singen

Die Stadtmusik trat bei den Wertungsspielen des Verbandsmusikfestes gar in der schwersten Kategorie an – und überzeugte die Juroren. Als Fundament für die durch die Bank guten Ergebnisse sieht Bürgermeister Rainer Stolz die Arbeit der Stockacher Musikschule.

Es war ein Tag der großen Zahlen: Etwa 2000 Holz- und Blechbläser gaben, verteilt über die Singener Innenstadt, rund 40 Konzerte und feierten das 125-jährige Bestehen des Blasmusikverbands Hegau-Bodensee. Unter den zahlreichen Trompetern und Flötenspielern waren auch Musiker aus Stockach – etwa 170 aus dem Umland, knapp 260 aus Stockach selbst. Sie reisten in verschiedenen Gruppierungen zum Verbandsmusikfest: darunter Gruppenspiel, Schulorchester und Jugendblasorchester der Musikschule sowie die Stadtmusik.

"Damit waren wir die einzige Stadt, die mit vier Orchestern an den Wertungsspielen teilgenommen hat – und das auch noch mit großem Erfolg", sagt Helmut Hubov, Stadtmusikdirektor und Musikschulleiter, stolz. Die Stadtmusik trat zudem als einziges Orchester in der Kategorie sechs (extrem schwer) an – und erhielt dafür von vier Juroren das Prädikat "sehr gut mit Stern". Im Anschluss an das Konzert des 87-köpfigen Ensembles folgte dann ein sogenanntes Beratungsgespräch mit einem der vier Jurymitglieder. "Hier wurde uns gesagt, dass man ein Musikstück dieser Leistungsklasse als Laien-Orchester nicht besser spielen kann", erzählt Hubov.

Und auch die drei Nachwuchsorchester erhielten von den Juroren Bestnoten: Das Gruppenspiel glänzte mit einem "sehr gut", das Jugendblasorchester mit einem "sehr gut mit Stern". Und das Schulorchester erhielt mit einem "ausgezeichnet" gar das höchste Prädikat.

Für Bürgermeister Rainer Stolz sind diese Ergebnisse das Resultat einer Entwicklung, die vor vielen Jahren mit der Arbeit des Ehepaars Hubov an der Musikschule begann. "Heute ist Stockach für die musikalische Entwicklung ein Mekka", sagt Stolz. Helmut Hubov, der die Leitung 1987 übernahm, sei dabei als kreativer Kopf der Schule für die musikalische Qualität zuständig, während seine Frau Sieglinde Hubov durch ihr pädagogisches und organisatorisches Wirken das Fundament forme.

Dieses Fundament durch eine gute Jugendarbeit sei ein wichtiger Faktor für Erfolge, wie sie die Stockacher Orchester in Singen verbuchen konnten. Das weiß Sieglinde Hubov. "Deshalb versuchen wir, Kinder und Jugendliche von klein auf zielgerichtet an die passenden Instrumente heranzuführen – und das Zuhören ist dabei das Wichtigste." Neben der individuellen Ausbildung und Entwicklung, während der kleine Durststrecken keine Seltenheit seien, stehe aber auch das Musizieren in der Gruppe im Fokus, so Sieglinde Hubov weiter: "Orchester fördern das Verhalten in der Gruppe und somit auch Integration und Inklusion." Und letztendlich sorge dies für eine soziale wie auch musikalische Verankerung der Jungmusiker – im Orchester, der Schule und in der Stadt.

Dass die Ausbildung der rund 400 Schülerinnen und Schüler gelingt, daran arbeiten 27 diplomierte Fachlehrer mit. "All diese Leute sichern die weitere Fortentwicklung der Musikschule", sagt Bürgermeister Stolz und ergänzt: "Was die musikalische Qualität betrifft, belegt die Stadtmusik Stockach regional, aber auch darüber hinaus schon heute einen Spitzenplatz."

 

Das Verbandsmusikfest

Bei den Wertungsspielen des Verbandsmusikfests, das alle fünf Jahre stattfindet, konnten sich Orchester und Kapellen in den Kategorien eins bis sechs anmelden, wobei eins das leichteste und sechs das schwerste Niveau ist. Neben den vier Orchestern der Musikschule nahmen auch drei Musikvereine aus dem Raum Stockach am Fest teil:

DerMusikverein Honstetten spielte mit einem 56-köpfigen Ensemble in der Kategorie drei (mittel) und erhielt dafür das Prädikat „sehr gut“.

DerMusikverein Liggersdorf trat mit 66 Musikern auf und spielte ebenfalls Stücke der Kategorie drei und bekam dafür die Auszeichnung „gut“.

DerMusikverein Winterspüren spielte mit einem 45-köpfigen Orchester in der Kategorie vier (schwer) und erhielt dafür das Prädikat „sehr gut“.

 

von Lukas Reinhardt

Südkurier vom 22.05.2018

Stadtmusik ist zufrieden mit der Vorstandsarbeit und schwärmt von New York

Der Musikverein ist immer noch hin und weg von seiner Konzertreise nach Big Apple – samt Auftritt in der Carnegie Hall. Der neue Vorsitzende Manfred Wittig plädiert in unruhigen gesellschaftlichen Zeiten für einen Dreiklang aus Musik, Sport und Kunst.

Manfred Wittig, erst seit fünf Monaten im Amt als Vorsitzender des Musikvereins Stockach, konnte in der ersten Hauptversammlung unter seiner Führung bereits auf zwei tolle Ereignisse zurückblicken: Das Weihnachtskonzert und das Frühlingskonzert der Stockacher Stadtmusik, die das Hauptorchester des Musikvereins ist, hob er in seinem kurzen Bericht als Höhepunkte seiner bisherigen Amtszeit hervor. Nachdem das Klarinetten-Register unter der Leitung von Nicole Reichle die Versammlung mit "Caprice for Clarinets" musikalisch eröffnete, brachte Wittig seine Freude zum Ausdruck, "diesem tollen Verein vorstehen zu dürfen".

 

Plädoyer für Dreiklang aus Sport, Musik und Kunst

Sport, Musik, Kultur seien besonders in unruhigen Zeiten wie diesen äußerst wichtig, sagte Wittig. Er bedankte sich bei den Aktiven – im Moment spielen 87 Musikerinnen und Musiker in der Stadtkapelle – für deren Einsatz für eine wirklich gute Sache. Besonders hob er die Bedeutung der Musikschule Stockach hervor, denn diese stelle die Quelle neuer Musiker dar, die einen Platz in den diversen Orchestern des Musikvereins fänden.

 

Musikverein kehrt in Ein-Jahres-Modus zurück

Und Wittig sagte auch: "Jetzt werden wir wieder in den alten Modus der jährlichen Generalversammlungen zurückkehren." So erklärte Wittig, der seit Dezember 2017 den Stockacher Traditionsverein leitet, dass aufgrund der nötigen Neuwahl eines ersten Vorsitzenden und der damit verbundenen Kandidatensuche der Termin der letzten Versammlung in den Dezember 2017 verschoben worden sei. Zu diesem Termin übernahm Wittig die Vereinsführung von Michael Grüninger, der aus beruflichen Gründen den Vorsitz abgegeben hatte.

Musikdirektor Helmut Hubov, der Dirigent und musikalische Leiter der Stadtmusik, ließ in seinem Bericht das Vereinsjahr Revue passieren. Er verwies auf insgesamt 50 Proben und Auftritte im Jahr 2017 und dankte insbesondere den fleißigsten Probenbesuchern: Angelika Muffler, Mathias und Berthold Bregenzer. Ebenfalls betonte er die Leistungen von Frank Matthes und dankte ihm, "denn er findet immer den richtigen Ton beim Arrangieren diverser Musikstücke".

 

Vom Reiz der Carnegie Hall

Hubov hob in seinem Bericht, wie später die Schriftführerin Martina Schuler auch, die Konzertreise nach New York besonders hervor. Schuler erwähnte, dass es seit 1891 einen Satz gebe – Quelle nicht bekannt –, der da laute: "Wer in der Carnegie Hall auf der Bühne steht, der hat es geschafft." Unter Applaus stimmten die Anwesenden zu und erinnerten sich sehr gern an die beeindruckende Konzertreise.

Dass der New York-Aufenthalt nicht umsonst zu haben gewesen sei, erläuterte Kassiererin Melanie Engst und nannte für das "Unternehmen New York" einen finanziellen Verlust von 25.000 Euro. In Anbetracht des Kassenbestandes von 45.000 Euro sei dieser Verlust allerdings gut zu verkraften. Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz, der die Musiker nach New York begleitet hatte, sprach in seiner Rede von einem "erhebenden Gefühl" im Auditorium der Carnegie Hall zu sitzen und den jungen Stockacher Musikern zu lauschen.

 

Persönlichkeiten

Vorstand: Dies ist nach der Versammlung das Vorstandsteam des Musikvereins: Manfred Wittig (1. Vorsitzender), Jürgen Schramm, (2. Vorsitzender), Helmut Hubov (Dirigent), Jochen Fischer (Vizedirigent), Martina Schuler (neue Kassiererin), Claudia Kramer (neue Schriftführerin); Beisitzer: Stefanie Bregenzer (neu), Nadine Heinzle (neu), Iris Hermann-Futterknecht, Michael Schönberger, Günter Velten, Werner Gaiser und Josef Renz

Ehrungen: Die Versammlung des Musikvereins ernannte Ingo Reinl zum Ehrenmitglied. Reinl (54) trat bereits 1978 in das damalige Jugendblasorchester ein. Seine musikalische Ausbildung genoss er als Tenorsaxofonist bei Egon Weber. 1981 trat er in die Stadtmusik ein, 1988 wurde er zum zweiten Vorsitzenden gewählt und war 1991/1992 auch kommissarisch als erster Vorsitzender tätig. Seit 2008 arbeitet er aktiv in der Vorstandschaft mit und bringt sich dort weiterhin engagiert ein. Im Orchester spielt er als Bariton-Saxofonist. 

 

von Reinhold Buhl

Wochenblatt vom 12.05.2018

Musikalisches Potpourri der Höchstklasse

Frühlingskonzert der Stadtmusik Stockach als Generalprobe für die große Herausforderung

Während seines Grußwortes freute sich der Vorsitzende der Stadtmusik Stockach Manfred Wittig kürzlich sichtlich, als er in der Jahnhalle die knapp 300 Besucher zum alljährlichen Frühjahrskonzert begrüßte. »Heute Abend ist quasi Hauptprobe«, verkündete er stolz, denn »am 9. Juni werden wir mit zwei der heute gespielten Lieder am Verbandsmusikfest des Blasmusikverbands Hegau-Bodensee in Singen teilnehmen. Als einziges Orchester stellen wir uns der strengen Juri in der Höchstklasse.« 
Das Stadtorchester zeigte sich in seiner Höchstform. Unter der künstlerischen Leitung von Musikdirektor Helmut Hubov spielten sie sich in einem rund zweistündigen Programm in die Herzen ihres Publikums, überraschten immer wieder durch ihre Stückauswahl, überzeugten durch das gekonnte Spiel von Laut und Leise, den Wechsel der Tempi und dem immer wiederkehrenden Zusammenführen der Bläser zu einem Großen und Ganzen. Während des Abends übernahm die Flöte und Piccolo-spielende Nadine Heinzle die Moderation.
«The Zest« des finnischen Komponisten Ilari Hylkilä bildete den gelungenen Auftakt »Gewürzvoll und mit viel Schwung«, wie Nadine Heinzle das Stück treffend charakterisierte. 
Das nächste Stück »Bachseits« von Johannes Stert ist ein Stück in drei Sätzen, und wird auf dem Verbandsmusikfest in Singen zu hören sein. Das Besondere an diesem höchst anspruchsvollen und sehr schwierig zu spielenden Stück ist die besondere Melodie; während der erste Satz leise gespielt wurde, waren der zweite und dritte Satz laut und dissonant. Durch die weiträumige Bühne innerhalb der Jahnhalle kam die Akustik besonders gut zur Geltung und erzeugte bei den Zuschauern ein herrliches Klangerlebnis. 
»Tiento Del Primer Tono Y Batalla Imperial« von Christòbal Halffter war das zweite Stück, welches sich der Jurykritik in Singen stellen wird. »Das Werk besticht durch festliche Bläserchöre, das Dröhnen der Basler Trommeln, klare Konturen, opulente Farben und weite Klangräume. Was man hört, hinterlässt einen starken Eindruck«, versprach Moderatorin Heinzle und sie sollte Recht behalten. 
Nach der Pause übernahm Werner Gaiser, ebenfalls Vorstandsmitglied eine technisch anspruchsvolle Rolle. 
Im Jahre 2011 wurde der Komponist Otto M. Schwarz gebeten, die Filmmusik zu einem historischen Kurzfilm zu schreiben, der als Hintergrund das Thema des dritten Koalitionskrieges 1805 in Niederösterreich behandelte. Werner Gaiser entfernte die Filmmusik, denn die Stockacher Stadtmusik spielte diese selbst, während Gaiser den Film mittels Beamer auf eine große Kinoleinwand projizierte. Die Sprach- und Geräuschaufnahmen wurden über ein Soundsystem abgespielt. So wurde das »1805 – A Town’s Tale« von Otto M. Schwarz für das Publikum zu einem ganz besonderen Erlebnis, denn nicht nur die Musik bestach, auch der Film war aufgrund der Thematik hochemotional. 
Mit den «Arabischen Tänzen« von Brian Balmages verabschiedete schließlich die Stadtmusik nach rund zwei Stunden das begeisterte Publikum.

von Matthias Güntert

Südkurier vom 07.01.2018

Stadtmusik Stockach: Ein Ständchen für das Ehrenmitglied

Die Stadtkapelle spielte ihrem Ehrenmitglied Egon Weber zum 80. Geburtstag ein Ständchen. Er war 31 Jahre aktiver Musiker.

Egon Weber, seit 32 Jahren Ehrenmitglied des Musikvereins Stockach, feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag, zu dem ihm die Stadtmusik unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Helmut Hubov einen musikalischen Gruß überbrachte. Trotz widriger Wetterumstände hatten sich viele Musikerinnen und Musiker eingefunden, um ihrem Ehrenmitglied ein Ständchen zu spielen. Egon Weber, dessen ursprüngliches Instrument die Klarinette war, war 45 Jahre lang musikalisch aktiv – 31 Jahre davon als aktiver Musiker in der Stadtmusik, wo er zum Abschied Ehrenmitglied im Musikverein Stockach wurde. Danach war Weber novh 14 Jahre als Dirigent tätig. Von 1986 bis 1993 dirigierte er den Musikverein in Zizenhausen und von 1993 bis 2000 den Musikverein Stahringen.

Auch an seinem Geburtstag übergab ihm Helmut Hubov den Dirigentenstab, um den Marsch "Military Escort" zu dirigieren. Darüber staunten viele junge Musikerinnen und Musiker nicht schlecht, da sie offensichtlich von Webers Dirigentenkarriere nichts wussten. Seine musikalischen Anfänge hatte der Geehrte in Ludwigshafen, wo er das Klarinettenspiel erlernte. "Allerdings war während meiner aktiven Zeit das Saxophon mein Hauptinstrument", betont Weber, der noch einige aktive Jahre unter dem bekannten Stockacher Dirigenten Edwin Gommeringer spielte.

Natürlich ist er heute noch eng mit der Stadtmusik verbunden. "Ich verpasse kein Konzert von Euch und bin immer hellauf begeistert, wie großartig ihr spielt", erzählte er den Gästen. Dass seine musikalischen Gene auch auf seine Enkel übergesprungen sind, zeigt die Tatsache, dass der eine Saxophon und der andere Keyboard und Schlagzeug im Musikverein in Zimmern spielt. Nicht zuletzt hat das Geburtstagskind im Laufe seines Lebens sämtliche Ehrungen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände sowie des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee erhalten.

von Reinhold Buhl

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